Häufig nachgefragt......
Bachelor » Technik » Informatik » Praxispläne » Praxispläne Industrielle Automatisierung/Informationsmanagement »
Praktisches Studium in den Betriebsphasen des 1. - 6. Halbjahres im Studiengang Informatik für die Schwerpunkte Industrielle Automatisierung und Informationsmanagement und -systeme
Erläuterungen
Die im folgenden aufgeführten Studieninhalte sind im Hinblick auf ein berufliches Tätigkeitsfeld zusammengestellt, das viele hardwareseitige Anknüpfungspunkte bietet. Hierzu gehören z.B. das Prüf- und Versuchswesen, hardwarenahe Programmierung, Netzwerke, Medientechnik etc.. Firmen, die als Schwerpunkt die Softwareentwicklung im Auge haben oder die generell nicht in der Lage sind den Hardwareteil abzudecken, empfehlen wir, eigene Schwerpunkte zu setzen und den Hardwarebereich nur in Teilen bzw. gar nicht abzudecken. Der Schwerpunkt des Studiums liegt jedoch nicht im Bereich der Hardware, sondern ist im Umgang mit und in der Entwicklung von Software zu sehen. Vertauschungen der Themenkreise sind selbstverständlich möglich. Um dies schon rein äußerlich zu dokumentieren, wurde auf eine Semesterangabe verzichtet ( z.B. 3. Semester: Hardware-Praxis ).
Kooperation
Für den Fall, dass ein Ausbildungsbetrieb einzelne Studieninhalte nicht abdecken kann, ist eine Kooperation mit einem anderen Unternehmen vorzusehen. Hierbei ist Ihnen die Hochschule gerne behilflich.
Vorpraktikum
Um für die Studierenden den Einstieg ins Studium zu erleichtern und zur Abrundung des praktischen Angebotes, empfehlen wir ein 4- bis 8-wöchiges Vorpraktikum. In dieser Zeit könnten etwa Teile des Punktes 3 ''Hardware-Praxis'' abgehandelt werden. Auch ist eine Einführung in wichtige Anwendungssoftware sinnvoll. Das Vorpraktikum ist außerdem insbesondere im Hinblick auf die LVA ''Programmieren'' anzuraten, da in praktischer Datenverarbeitung folgende Kenntnisse und Fertigkeiten vorausgesetzt werden (Umfang ca. 1 Woche ):
- · Umgang mit dem PC : Prinzipieller Aufbau / Tastaturbedienung · Betriebssystem Windows: Kenntnis der wichtigsten Konfigurationsmenüs, Umgang mit dem Internet · Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Skripting
Firmen, die vorwiegend mit dem Betriebssystem UNIX arbeiten, empfehlen wir vorwiegend dort Übungen durchzuführen (Befehle, Editor, Shell usw.). Ausbildungsfirmen, die kein Vorpraktikum durchführen, werden gebeten, die im Folgenden aufgeführten Tätigkeiten entsprechend zu kürzen. Die Wochenangaben sind lediglich Richtwerte, die individuell interpretiert werden können.
INHALTE betrieblichen Studiums des 1. bis 4. Semesters
ÜBERFACHLICHE QUALIFIKATIONEN
- Kommunikation und Kooperation
- Teamarbeit / Gruppenprozesse
- Berichte und Dokumente erstellen
- Lern- und Präsentationstechniken
Diese Themen sind explizit Lerninhalte zum Thema ''Fachübergreifende Qualifikationen''. Die betriebliche Ausbildung sollte so angelegt werden, dass das breite Spektrum von fachübergreifenden Qualifikationen jeweils zusammen mit den unter 1 aufgeführten Fachthemen im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten entwickelt werden kann. In den Praxisphasen 3 + 4 ist je eine Projektarbeit anzufertigen bzw. eine zusammenhängende für beide Praxissemester.
HARDWARE-PRAXIS
- Elektrotechnische Grundfertigkeiten (5 Wochen)
- Elektrische Grundfertigkeiten: elektrische Leitungen, Arten und Anwendungen, Verbindungen, Schutzmaßnahem, Normen, Richtlinien, Unfallverhütungsvorschriften
- Passive Bauelemente: Widerstände (Festwiderstände und veränderliche), Kapazitäten, Induktivitäten
- Aktive Bauelemente: Dioden (Kennlinien, Anwenderschaltungen), Bipolare Transistoren, Kennlinienfelder, Schaltverhalten, Anwenderschaltungen, Feldeffekt-Transistoren, Kennlinienfelder, Anwenderschaltungen (z.B. Treiberschaltung), Optokoppler, Kennlinien eines Optokopplers, Schaltverhalten, Anwenderschaltungen
- Operationsverschalten Eigenschaften, Anwendungen, mehrstufige Verstärker, Leistungsverstärker, Schaltnetzteile, stabilisierte Strom- u. Spannungserzeugung
- Messtechnik (1 Woche)
- Messgeräte kalibrieren, Messbereichserweiterungen, Leistungsmesser, Widerstandsmessgeräte, Wheatstonebrücke, Oszilloskope, Signalgeneratoren
- Messmethoden und methodische Fehler
- Messen von Kapazitäten und Induktivitäten
- Messbeispiele
- Digitaltechnik (4 Wochen)
- Schaltungsfamilien
- Kennlinie eines TTL-Gatters
- Wired AND
- Subtrahierer
- Multiplexer
- Demultiplexer
- Schalterprellen
- Oszillatoren
- Flip-Flop
- Frequenzteiler
- Decoder und Encoder (Cray, Aiken, 3-Exess, ...)
- AD/DA Wandler
- Anwenderschaltungen
- Mikroprozessor- und Computertechnik (7 Wochen)
- Hardware-Aufbau eines Mikrocomputers, Aufbau eines Mikroprozessors, Grundbegriffe, Adressdekodierung, Speicher und Peripherieschaltkreise, Steuerschaltungen
- Software eines Mikroprozessors Register und Haltepunkte, Befehlssatz eines einfachen Mikroprozessors (z.B. 80 x86), Softwaresteuerung von Peripheriegeräten
- Anwendungen
- Lösung einer betrieblichen Aufgabenstellung als Projektarbeit
SOFTWARE - PRAXIS (28 Wochen)
- Der PC als Arbeitsplatz des Informatikers
- Aufbau und Komponenten
- Betriebssystem ( mit Netzwerkbenutzung )
- Anwendungsprogramme (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsgraphik )
- Software-Entwicklung
- Eine höhere Programmiersprache erlernen, anwenden, vertiefen
- Software-Engineering
- Software-Entwicklungswerkzeuge
- Lösung einer betrieblichen Aufgabenstellung als Projektarbeit
Hinweise
INHALTE betrieblichen Studiums des 5. Halbjahres
Selbständige Bearbeitung einer Aufgabe aus dem Bereich der Informatik unter fachlicher Anleitung. Diese Aufgabe sollte aus dem fachlichen Umfeld der Bachelorarbeit ausgewählt und in derselben Fachabteilung durchgeführt werden, in der die Bachelorarbeit erstellt wird.
INHALTE betrieblichen Studiums des 6. Halbjahres
Anfertigen einer BACHELOR-Arbeit. Das Thema der wird vom Betrieb gestellt und von der Hochschule genehmigt. Es kann theoretischer oder praktischer Art sein.
Durchführung
- Die Theorie- und Praxisphasen sollen inhaltlich und zeitlich aufeinander abgestimmt werden.
- Die Ausbildung ist in geeigneten Fachabteilungen durchzuführen.
- Den Studierenden ist dabei, wo immer möglich, umfangreiche Gelegenheit zu geben, zusätzlich zum Fachwissen auch die außerfachlichen Qualifikationen in den Bereichen der Methoden- und Sozialkompetenz zu entwickeln und anzuwenden.
- Grundlagen können in einer Ausbildungsabteilung vermittelt werden.
- Die Aufgabenstellungen sind von kleinen Einzelarbeiten bis zu großen, in Teams zu erstellenden Projekten zu steigern.
- Die Nutzung überbetrieblicher Einrichtungen oder die Kooperation mit anderen Ausbildungsbetrieben wird solchen Firmen empfohlen, die nicht alle Praxisinhalte selbst vermitteln können.
- Es wird empfohlen, dass Problemstellung und Ergebnisse der Bachelorarbeit in einem Referat dargestellt werden.
Hartner, Stand 25. Januar 2012