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Praxisanteile des 1. - 6. Halbjahres im Studiengang Informationstechnik / Vertiefung Medizinisches Informationsmanagement
ALLGEMEINES
Methodische Hinweise
- Die Theorie- und Praxisphasen sollen inhaltlich und zeitlich aufeinander abgestimmt werden.
- Die Ausbildung ist soweit möglich in geeigneten Fachabteilungen durchzuführen.
- Den Studierenden soll die Gelegenheit gegeben werden, zusätzlich zum Fachwissen auch die außerfachlichen Qualifikationen in den Bereichen der Methoden- und Sozialkompetenz zu entwickeln und anzuwenden.
- Grundlagen können in einer Ausbildungsabteilung vermittelt werden.
- Die Aufgabenstellungen sind von kleinen Einzelarbeiten bis zu großen, in Teams zu erstellenden Projekten zu steigern.
- Es wird empfohlen, dass Problemstellung und Ergebnisse der Diplomarbeit in einem Referat dargestellt werden.
Fachübergreifende Inhalte der Praxisphasen
Neben den fachspezifischen Inhalten sollen während der Praxisphasen auch außerfachliche und fachübergreifende Lehrinhalte vermittelt werden. Hierunter fallen insbesondere:
- Kommunikation und Kooperation
- Teamarbeit / Gruppenprozesse
- Berichte und Dokumente erstellen
- Lern- und Präsentationstechniken
Diese Themen sind explizit Lerninhalte zum Thema ''Fachübergreifende Qualifikationen''. Die klinische Ausbildung sollte so angelegt werden, dass das breite Spektrum von fachübergreifenden Qualifikationen jeweils zusammen mit den zu bearbeitenden Fachthemen im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten entwickelt werden kann.
Innerhalb der 3. und 4. Praxisphase ist je ein Zulassungsbericht anzufertigen (Prüfungsordnung!). Der Bericht der 4. Praxisphase ist die so genannte Praxisarbeit, die von einem Betreuer des Ausbildungsbetriebes benotet wird. Laut Prüfungsordnung stellt die Projektarbeit eine zusammenhängende Aufgabenstellung mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 6 Wochen dar.
Vorpraktikum
Um für die Studierenden den Einstieg ins Studium zu erleichtern und zur Abrundung des praktischen Angebotes, empfehlen wir ein 4- bis 8-wöchiges Vorpraktikum. Innerhalb dieses Vorpraktikums können z.B. Teile der den Praxisphasen I+II zugeordneten Inhalte abgehandelt werden. Das Vorpraktikum ist außerdem insbesondere im Hinblick auf die Lehrveranstaltung ''Programmieren'' anzuraten, da in praktischer Datenverarbeitung folgende Kenntnisse und Fertigkeiten vorausgesetzt werden (Umfang ca. 2 Wochen):
- Umgang mit dem PC : Prinzipieller Aufbau / Tastaturbedienung
- Betriebssystem Windows/NT/2000: Menüstruktur, Konsolen-Befehle ('DOS-Fenster')
- Textverarbeitung : Textverarbeitungssystem
Häusern, die mit dem Betriebssystem UNIX (LINUX) arbeiten, empfehlen wir vorwiegend dort Übungen durchzuführen (Befehle, vi-Editor, Shell usw.).
Rahmenplan für Kliniken
Vorbemerkung
Die im Folgenden aufgeführten praktischen Studieninhalte stellen eine von der Unterkommission ''Medizinisches Informationsmanagement'' ausgearbeitete Rahmenempfehlung für Kliniken dar. Es wurden 3 Arbeitsbereiche identifiziert, die der/die Studierende während der Praxisphasen kennen lernen soll.
Da der Schwerpunkt des Studiums im Bereich der Informationstechnik liegt, ist diesem Gebiet auch die meiste Zeit einzuräumen.
Vertauschungen von Themenkreisen sind selbstverständlich jederzeit möglich. Die Wochen- bzw. Monatsangaben sind Richtwerte, die individuell interpretiert werden können. Arbeitsbereiche und zeitliche Ausprägung
| Arbeitsbereich | Monate |
|---|---|
EDV, Technik | 13 |
Verwaltung | 2 |
Medizinischer Bereich | 3 |
Praxissemester 1
- Kennen lernen des klinischen Arbeitsumfeldes: Medizinischer Bereich, Verwaltung, EDV/Technik (je 1 Woche)
- maximal 4 Wochen Tätigkeit im Pflegedienst (bitte nicht mehr!)
Praxissemester 2
- Verwaltung:
- Einkauf
- Wirtschaftsdienste (Leitung), Logistik
- Patientenverwaltung
- Archiv
Praxissemester 3
- Stations-/Pflegedienstleitung (2 Wochen)
- Tätigkeit im EDV-Bereich (Software-Praxis)
- Anfertigung 1. Zulassungsbericht
Praxissemester 4
- Medizinisches Controlling (2 Wochen)
- Medizinscher/ärztlicher Bereich (Labor, OP, ...) (4 Wochen)
- Erweiterung der Software-Praxis
- Projektarbeit (daraus Anfertigung des 2. Zulassungsberichtes, welcher durch den Betrieb benotet wird)
Praxissemester 5
- Tätigkeit im EDV-Service-Bereich (z.B. Anwenderbetreuung, zentrale Dienste, ...)
- Durchführung eines kleinern Projektes
Praxissemester 6
- Anfertigen der Bachelorarbeit
Das Thema der Bachelorarbeit wird vom Klinikum gestellt und von der der Prüfungskommission der DHBW genehmigt. Es kann theoretischer oder praktischer Art sein. Bitte beachten: Die 6. Praxisphase ist ausschließlich für die Bearbeitung der Bachelorarbeit vorgesehen (Prüfungsordnung!).
Rahmenplan für Betriebe
Praxissemester 1
- Kennen lernen des Arbeitsumfeldes
- Kennen lernen der einzelnen Abteilungen des Betriebes
Praxissemester 2
- Tätigkeiten in der Verwaltung des Betriebes
- EDV-Praxis
- Erlernen der im Betrieb eingesetzten Werkzeuge und Programme
- Umgang mit PC, Workstations und Servern
Praxissemester 3
- Tätigkeit im EDV-Bereich
- Erlernen oder vertiefen einer höheren Programmiersprache
- Software-Praxis
- Anfertigung 1. Zulassungsbericht
Praxissemester 4
- Erweiterung der Software-Praxis
- Projektarbeit (daraus Anfertigung des 2. Zulassungsberichtes, welcher durch den Betrieb benotet wird)
Praxissemester 5
- Tätigkeit im EDV-Service-Bereich (z.B. Anwenderbetreuung, zentrale Dienste, ...)
- Durchführung eines kleinern Projektes
Praxissemester 6
- Anfertigen der Bachelorarbeit
Das Thema der Bachelorarbeit wird vom Klinikum gestellt und von der Prüfungskommission der DHBW genehmigt. Es kann theoretischer oder praktischer Art sein. Bitte beachten: Die 6. Praxisphase ist ausschließlich für die Bearbeitung der Bachelorarbeit vorgesehen (Prüfungsordnung!).
SOFTWARE - PRAXIS
In der Softwarepraxis sollen Studenten Aufgaben in einigen der folgenden Bereiche bewältigen:
- Der Arbeitsplatz des Informatikers
- Betriebssysteme ( mit Netzwerkbenutzung ) anwenden, warten und installieren
- professioneller Umgang mit Anwendungsprogramme
- klinische Arbeitsplatzsysteme kennen lernen
- Krankenhausinformationssysteme und ihre Komponenten bedienen, warten und weiter entwickeln
- Verwaltungs-/Abrechnungssoftware bedienen, warten und weiter entwickeln
- Software-Entwicklung, z.B.
- Eine höhere Programmiersprache erlernen, anwenden und vertiefen
- Methoden des Software-Engineering einsetzen
- Software-Entwicklungswerkzeuge kennen lernen
- Schnittstellen zu kommerziellen Systemen definieren und programmieren
- Portierungslösungen entwerfen und umsetzen
- Lösung einer klinischen/betrieblichen Aufgabenstellung als Projektarbeit ( daraus ein benoteter Zulassungsbericht )
Stand: Juli 2009