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Prozessmanagement

Der Schwerpunkt Prozessmanagement ist der Studienrichtung Technisches Management zugeordnet. Dieser Studiengang ist an dem Prozessmodell der neuen ISO9000:2000 aufgebaut.

Die Aufgabe des Technischen Managements besteht darin, die teilweise konkurrierenden, komplementären und indifferenten Unternehmensziele zu bewerten und zu gewichten. Letztendlich gilt es diese mit Hilfe des zur Verfügung stehenden Wissens, neuer Methoden und angepasster Technologien optimal umzusetzen. Die wesentlichen Ziele, die zueinander konkurrieren, sind dabei Preis, Qualität und Zeit. Das Technische Management im Engineering berücksichtigt hier hauptsächlich die Produktivität und die Qualität. Die Zeit und die damit verbundene Produktivität sowie die Qualität der Produkte und Dienstleistungen, werden im Wesentlichen durch die Technik beeinflusst. Steht eine optimal technisch ausgestattete Produktionseinrichtung zur Verfügung, hat dies auch einen günstigen Einfluss auf die Kosten. Vor allem gelingt es nur über die Qualität einen nachhaltigen langfristigen Erfolg zu sichern.

Das Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg befähigt den Ingenieur zur Handlungskompetenz. Die zentralen Inhalte des Grundstudiums gliedern sich wie folgt:

ingenieurwissenschaftliche Grundlagen
  • Mathematik
  • Elektrotechnik
  • Informationstechnik
  • Maschinenbau
wirtschaftliche Grundlagen
  • Betriebswirtschaft
  • Qualitätsmanagement
  • Methodenkompetenz

 

 

Neben diesen Inhalten wird dem Studenten auch ein systemtheoretisches Verständnis vermittelt. Der Student lernt technische Vorgänge zu beschreiben und zu analysieren. Durch die Abbildung komplexer Zusammenhänge in Modelle werden diese transparent und können nachvollzogen werden. Eine nachhaltige Verbesserung eines Prozesses und damit seiner Qualität kann nur geplant durchgeführt werden. Damit bildet das Engineering die Quelle des Wissens im Unternehmen. In einem kybernetischen Modell kann man sich das Technische Management, das auch als Produktionsmanagement bezeichnet wird, sehr einfach vorstellen:

 

 

Dieses Profil entspricht dem universellen Ingenieur im Unternehmen der produziert, was nichts anderes heisst, als Wertschöpfung betreiben. Die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen befähigen den Ingenieur zum Umgang mit der technischen Logistik, sowohl von seiten der Maschinen und Anlagen als auch der informationstechnischen Seite.


 

Was bedeutet eigentlich Produktionsmanagement?

Hierzu ein Beitrag vom Präsidenten der FhG:

Der Kunde steht heute im Mittelpunkt eines jeden Unternehmens. Nur wer es schafft, ein attraktives Produkt herzustellen und eine andauernde Beziehung zu seinen Abnehmern aufzubauen, wird im ständig zunehmenden Wettbewerb vorne bleiben. Die Erfordernisse an Unternehmen sind entsprechend hoch: Um schnell auf Wünsche der Kunden (und damit des Marktes) reagieren zu können, muss die Produktion hoch flexibel und agil sein. Was ist Produktion? Nichts anderes als eine Dienstleistung und gleichzeitig die Kernkompetenz in einem Unternehmen, welches das gesamte Wertschöpfungsnetz umfasst. Dazu gehören optimierte interne und externe Informations- und Kommunikationsnetze, die heute zusammen mit Materialfluss und Logistik zur Wertschöpfung beitragen. Unwichtiger werden die isolierten, vertikalen Einteilungen einer Firma. Heute sind horizontale Verbindungen gefragt, die zum Unternehmensnetz werden. Dabei sind die wichtigsten Ziele:

  • Kundenwünsche erfüllen
  • Innovation beschleunigen
  • Prozesse aufbauen und verbessern
  • Lieferanten integrieren – in Entwicklung, Produktion, Logistik

Produkt- und Prozessstrukturen müssen also laufend an neue Anforderungen angepasst werden. Diese Flexibilität ist nur möglich, wenn die Fertigungsstätten entsprechend wandlungsfähig sind. Wichtigste Ressource sind hier die Mitarbeiter, die ihre Aufgaben immer mehr selbst organisieren und optimieren. Und stets beachtet werden muss als 'Triumvirat' aus Preis – Qualität – Zeit, das als Produktionsziel nur durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) garantiert werden kann. Auch hier spielen die Mitarbeiter und ihre Verbesserungsvorschläge eine zentrale Rolle".

Quelle: o. Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Dr. Ing. e.h. Hans-Jürgen Warnecke, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft, München

 


 
 30.07.2010 
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Letzte Änderung: 31.03.2009, 09:47