Häufig nachgefragt......

Das Sahnehäubchen auf dem Dualen Studium
Am vergangenen Freitag ist das Studierendenteam der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim mit dem 4. Platz beim Postbank Finance Award ausgezeichnet worden. In ihrem Wettbewerbsbeitrag hatten Igor Engelhardt, Peter Hofmann, Sabrina Mayer, Thomas Omert und Pascal Ruhland gemeinsam mit ihrem Dozenten Prof. Dr. Florian Lohmann das „Retailbanking im Spannungsfeld zwischen kurzfristigem Verkaufserfolg und langfristigem Kundennutzen“ untersucht. Der Preis für den vierten Platz ist mit einer Honorierung von 2.500 Euro verbunden. Das Geld wird sowohl dem Lehrstuhl wie auch dem Team zugute kommen.
Hallo Frau Mayer und Glückwunsch! Sie und Ihre Kommilitonen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim haben beim diesjährigen Postbank Finance Award den vierten Platz belegt.
Ehrlich gesagt: Wir waren zunächst im Zwiespalt, ob wir uns wirklich über die »blecherne Medaille« freuen sollten. Immerhin sind wir knapp an den ersten drei Plätzen vorbei geschrammt, für die ein Preisgeld von 10.000, 20.000 beziehungsweise 40.000 Euro ausgelobt ist. Andererseits handelt es sich bei dem Postbank Finance Award nicht nur um den höchstdotierten, sondern auch um den mit Sicherheit anspruchsvollsten studentischen Wettbewerb in der Republik. Unter all den Teams mit ihren teils hervorragenden wissenschaftlichen Beiträgen den vierten Platz belegt zu haben, hat uns letztlich glücklich und stolz gemacht.
Um was ging es in Ihrem Wettbewerbsbeitrag?
Alle Teilnehmer sollten wissenschaftliche Arbeiten zum Thema »Privatkundengeschäft der Banken im Spannungsfeld zwischen kurzfristigem Verkaufserfolg und langfristigem Kundennutzen« ausarbeiten. Wir haben diesen Interessenkonflikt anhand einer bestimmten Theorie aus den Wirtschaftswissenschaften, der so genannten Principal-Agency-Theorie beschrieben und drei »Stellschrauben« herausgearbeitet, durch die es möglich gemacht wird, eine Verbesserung dieses Konflikts in den Bereichen Kundenmanagement, Vergütungsmanagement und Informationsmanagement herbeizuführen.
Sie haben fast acht Monate an Ihrem Beitrag gefeilt.
In den letzten Wochen vor Abgabetermin haben wir uns jeden Tag - getroffen und mindestens bis Mitternacht durchgearbeitet. Der Zeitaufwand war immens. »Nebenher« mussten wir noch unser Studium bewältigen. Gelegentlich hatten wir das Gefühl, an unsere physischen und psychischen Grenzen zu kommen.
Warum hat sich das Team diese Mammutaufgabe zugemutet?
Es gibt viele Aspekte, die eine Teilnahme am Postbank Finance Award attraktiv machen. Zum einen wussten wir, dass uns unser Engagement beispielsweise in Bezug auf die anstehende Bachelorarbeit wichtige Erfahrungen ermöglicht. Unbestreitbar ist auch das Preisgeld in Höhe von insgesamt 80.000 Euro ein immenser Anreiz. Bei einem Studienkollegen, der sich ebenfalls an dem Wettbewerb beteiligt hatte, haben wir gesehen, dass ihm der Postbank Finance Award Vorteile für eine Bewerbung gebracht hat. Außerdem - das gebe ich gerne zu - sind wir in Bezug auf das wissenschaftliche Arbeiten auch ehrgeizig und haben das Erfolgserlebnis gesucht - und gefunden.
Trotzdem: Auch eine gute Note in einer Abschlussklausur kann ein großartiges Erfolgserlebnis sein!
Aber es ist eher ein Erfolg im Stillen. Bei der Vergabe des Postbank Finance Award in Bonn waren führende Repräsentanten der Postbank und Kapazitäten aus den Finanzwissenschaften anwesend. Das hatte den Charakter einer öffentlichen Ehrung. Dafür lohnt sich der Einsatz.
Wie wichtig war die Unterstützung durch Prof. Florian Lohmann?
Ein Betreuer wie Prof. Dr. Lohmann war nicht nur als wissenschaftliche Stütze unentbehrlich, sondern auch ein manchmal entscheidender Motivationsfaktor, wenn einer von uns einen Durchhänger hatte.
Was werden Sie mit Ihrem Preisgeld machen?
70 Prozent davon gehen automatisch an die Hochschule, etwa 30 Prozent stehen uns privat zur Verfügung. Ich denke, das Geld wird unter anderem in eine ausgedehnte Feier investiert. Das haben wir uns verdient.
Als angehende Betriebswirtin sind Sie es gewohnt eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufzumachen. Würden Sie Ihren Kommilitonen und Kommilitonen die Teilnahme am Postbank Finance Award empfehlen?
Wer ehrgeizig ist und Durchhaltevermögen an den Tag legen will, sollte sich unbedingt anmelden. Die Vorteile sind unbezahlbar. Es reizt mich deshalb, mich im kommenden Jahr erneut zu beteiligen und weitere Erfahrungen zu sammeln.
Das heißt, man kann die Teilnahme am Postbank Finance Award auch als Bestandteil der akademischen Ausbildung ansehen?
So weit würde ich nicht gehen - auch wenn der Wettbewerb den Anspruch hat wissenschaftliche Theorie mit praktischen Ansprüchen zu verknüpfen. Er ist aber kein Teil des Studiums, sondern eher so etwas wie das »Sahnehäubchen« obendrauf.
