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08.07.09 15:51

Antrittsvorlesung von Frau Prof. Dr. Andrea Helmer-Denzel zu den Möglichkeiten des dritten Lebensalters

Vor einem großen Publikum, das sich bei hochsommerlichen Temperaturen in der Dualen Hochschule eingefunden hatte, betrachtete Prof. Dr. Andrea Helmer-Denzel die Potenziale des Alters. Die Sozialwissenschaftlerin, die an der Ruhr-Universität Bochum promovierte, betreut seit dem Jahr 2008 den Studiengang ''Senioren/sozial-gesundheitliche Dienste/Bürgerschaftliches Engagement'' an der Fakultät Sozialwesen der Dualen Hochschule in Heidenheim. Zuvor hatte sie eine Vertretungsprofessur an der Universität Duisburg inne.

''Krieg der Generationen'', ''Überalterung'', ''Methusalemkom-

plott'' - dies alles sind Schlagworte, die in der Diskussion um demografische Entwicklungen in Deutschland immer wieder zur Sprache kommen. Keine Frage, die sozialen Sicherungssysteme stehen vor großen Herausforderungen. Weit weniger öffentlichkeitswirksam gestaltet sich in diesem Zusammenhang die Diskussion um die ''Potenziale des Alters''. Insbesondere die jüngeren Seniorinnen und Senioren, die zeitlich unabhängig und finanziell zumindest ausreichend versorgt sind, werden zunehmend als bislang ''heimlich'' wirkendes Potenzial der Gesellschaft aktiv.

In Ihrer Antrittsvorlesung zeigte Frau Prof. Dr. Helmer-Denzel, in welchen Bereichen die Seniorinnen und Senioren Ihre Kompetenzen und Mittel für die jüngeren und auch für die hochaltrige Generation einsetzen. Finanzielle und instrumentelle Hilfeleistungen für die Kinder- und Enkelgeneration und Pflegeleistungen für die Hochaltrigen wären ohne den großen Einsatz der jüngeren Seniorinnen und Senioren nicht denkbar. Auch im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements ist der Einsatz der Seniorinnen und Senioren in vielen Feldern mittlerweile für eine funktionierende Zivilgesellschaft unentbehrlich geworden. Abschließend wagte Helmer-Denzel einen Blick in die Zukunft: Auch in einigen Jahren, wenn dann die so genannten ''Babyboomer'' in das aktive dritte Lebensalter treten, werden sich die Potenziale weiter abrufen lassen, allerdings auch unter veränderten Vorzeichen eines späteren Renteneintritts.

Beim anschließenden Umtrunk wurde dann auch von vielen Gästen lebhaft über die Potenziale des jetzigen und des zukünftigen Alters diskutiert.



 
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 30.07.2010 
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Letzte Änderung: 18.03.2009, 10:33